Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen!

Am 4. September 2020 lud der aha Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover zu einer Buchvorstellung ein:

Ernst Ulrich von Weizsäcker/Anders Wijkman u.a.: Wir sind dran. (Club of Rome: Der große Bericht.)

Ja, wir sind dran. Es war ein beeindruckender Abend.

Der Abend startet mit einer kurzen Vorstellung von Herrn Schwarz über die Arbeit von aha vor dem Hintergrund von Urbanisierung, Klimawandel und Ressourcenknappheit und die zukunftsweisenden Konzepte im Sinne der Kreislaufwirtschaft für unsere Region.

Ernst Ulrich von Weizsäcker übernahm das Mikrofon und erklärte uns die volle Welt. Als rhetorischer Profi führte Herr Weizsäcker mitreißend durch die Themen planetare Grenzen, Biodiversität, philosophische Fehler des Marktdogmas und eine neue Aufklärung. Und wie wir und der Club of Rome wissen, gibt es Grenzen des Wachstums. Immer wieder betont er lautstark: „Das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur ist verloren gegangen.“

Er berichtet stolz von seiner Freundin Greta und empfiehlt die zahlreichen Aktionen junger Menschen am Beispiel der fridays for future Bewegung zu unterstützen. Immer wieder kehrt er zurück zum Bild der vollen Welt und zeigt eindrückliche Abbildungen über den Verlust der Biodiversität. Mensch versus Wildtier, das Verhältnis ist gekippt.

Er fordert eine „tiefgreifende Veränderung in unserem Denken und Handeln“, ein neues Zivilisationsmodell. „Wir müssen anders handeln in einer Natur des Anthropozän, in der die Natur eigentlich schon weitgehend ausgeräubert ist.” Ökologisches Wachstum müsse lukrativ werden, sagt Weizsäcker, der Verbrauch der Natur hingegen teurer.

Fazit: Der Planet ist voll. Wir brauchen Gleichgewichte, ein Ying und Yang zwischen: Mensch und Natur, kurzfristig und langfristig, Geschwindigkeit und Stabilität oder privat und öffentlich. Es gibt Grenzen des Wachstums.