Zwiebeln aus Ägypten?

Ein kurzer Gedankengang: Warum aus Ägypten? Auf den Schildern in der Obst- und Gemüseabteilung in meinem örtlichen Supermarkt sehe ich viele exotische Ländernamen. Birnen aus Chile? Es ist keine Birnenzeit, trotzdem liegen sie saftig und gelb vor mir.

Bei meiner Oma gab es Obstbäume. Im Herbst wurde geerntet und in ihrem kühlen Keller standen dutzende Weck-Gläser. Obst und Gemüse wurde damals nach Saison gekauft und verarbeitet.

Heute sind wir es gewohnt, dass Produkte überall und immer verfügbar sind. Die Supermarktketten werben in ihren Nachhaltigkeitsberichten für „klima- und umweltbewusste Sortimente“ und setzten sich für eine zukunftsfähige Gesellschaft ein. Blödsinn!

Das passt nicht. Wenn das Klima ernsthaft geschützt werden soll, dann darf keine Birne aus Chile oder eine Zwiebel aus Ägypten dort liegen. Dann führt kein Weg am Verzicht vorbei.

Es gibt mittlerweile viele regionale Angebote in Aufstellern, doch begrüßt uns das Lockangebot am Eingang mit Tomaten aus Marokko für 1,95€.

Verbände warnen vor Wohnungsnot

Tagesschau 05.02.2021 zum Live-Blog

Ein Verbändebündnis für sozialen und bezahlbaren Wohnraum hat vor einer zunehmenden Wohnungsnot infolge der Corona-Pandemie gewarnt. Die Not der Menschen auf dem Wohnungsmarkt werde sich mit anhaltender Pandemie in den kommenden Monaten weiter verschärfen, erklärten Vertreter des Bündnisses “Soziales Wohnen”.

Es fehlten bundesweit 670.000 Wohneinheiten, “fast ausschließlich Wohnungen mit bezahlbarer Miete und Sozialwohnungen”, sagte der Leiter des Pestel-Instituts, Matthias Günther. In einem Akutplan fordern die Verbände bis 2030 mindestens zwei Millionen zusätzliche Sozialwohnungen, zum einen durch Neubau von 80.000 Sozialwohnungen pro Jahr, zum anderen durch Modernisierungsförderungen und den Ankauf von Belegrechten. Zudem müsse künftig jede zehnte Sozialwohnung barrierefrei gestaltet werden.

Zum Bündnis “Soziales Wohnen” gehören neben dem Deutschen Mieterbund, der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt auch zwei Akteure der Bauwirtschaft, die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau und der Deutsche Baustoff-Fachhandel.

„MEINFAIRMIETER“- das neue Gütesiegel als Sozialkompass für den Wohnungsmarkt

„Das Angebot an günstigen Wohnungen ist rar. Bei Mieten wird oft rausgeholt, was rauszuholen ist. Dabei bauen viele Vermieter auch auf die Job-Center‘ als ‚zuverlässige Zahlstelle‘. Diese übernehmen zwar nur die Kosten für Wohnungen ‚einfachen Standards‘ – Wohnungen, auf die jedoch nicht nur Hartz-IV-Empfänger angewiesen sind, sondern eben auch die vielen anderen Haushalte mit niedrigen Einkommen“, sagt der Leiter des Pestel-Instituts, Matthias Günther. „Gerade Neuvermietungen nutzen viele Vermieter, um Maximalmieten zu erzielen“.

Um eine bessere Orientierung bei Wohnungsangeboten zu bekommen, gibt es jetzt ein Mieter-Gütesiegel: „MEINFAIRMIETER“ prüft als Wohnungsmarkt-Label insbesondere die soziale Verantwortung von Vermietern. Matthias Günther hat die Gründung des Gütesiegels mit initiiert. Mehr Informationen unter: www.meinfairmieter.de.

Gemeinsam für Berlin: Wertschöpfungsentwicklung der Jahre 2016 bis 2019 der sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften

— hier geht es zur Pressemitteilung

Berlin, 21. Januar 2021

Berlin wächst, die Wertschöpfungskette auch: Mit ihrem Wohnungsbestand von insgesamt mehr als 325.000 Wohnungen, 3.927 direkt beschäftigten Mitarbeitenden (Vollzeitäquivalente) und Gesamtausgaben von rund 2,9 Milliarden Euro (Zahlen per 2019) bleiben die sechs städtischen Wohnungsbaugesellschaften ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für das Land Berlin und die Region Berlin-Brandenburg. Das zeigt der aktuelle Wertschöpfungsbericht der sechs städtischen Unternehmen, der heute auf einer digitalen Pressekonferenz vorgestellt wurde.

Mama? Können wir zu den Giraffen fahren?

Wir überlegen gemeinsam. Wir haben da zwei große Hindernisse.

Die COVID-19-Dashboard-Karte des RKI leuchtet in ganz Deutschland rot. Auf der weltweiten bubble-map der WHO sind die Strukturlinien Europas durch die hohen Werte nicht mehr zu erkennen. Eine Reise kommt nicht in Frage.

Gäbe es keine Pandemie, käme ein Flug jedoch für uns ebenfalls nicht in Frage. Mit einem klimafreundlichen Auto bis in den Norden Namibias? Ein Vorbild könnte Greta sein. Zum Klimagipfel in Kattowitz, Polen reiste sie mit einem Elektroauto aus Schweden an. Diese Variante verwerfen wir.

In seinem Buch 2052 „Eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre“ listet Jørgen Randers zwanzig persönliche Ratschläge auf, die uns als Einzelperson zukunftssicherer machen sollen. Gleich der zweite Ratschlag lautet: Investieren Sie in hochwertige Unterhaltungselektronik als Ersatz für die Realität. Der ökologische Fußabdruck einer virtuellen Reise ist deutlich kleiner als der einer realen Reise. Milliarden von Home-Entertainment Ausstattungen belasten unser Ökosystem weniger. COVID-19 war bei der Veröffentlichung dieses Buches noch in weiter Ferne, doch den Trend zu Videokonferenzen und weniger Geschäftsreisen sah Randers damals schon als Chance.

Nein, wir können nicht zu den Giraffen fahren! Somit setzen wir uns auf das heimische Sofa und suchen in der Mediathek nach Giraffen. Wir können diese beeindruckenden Tiere aus nächster Nähe beobachten. Macht aber nichts: Die Kinder und ich sind begeistert. Wussten Sie, dass die Zunge der Giraffen blau ist und einen halben Meter lang?

Andrea Steckert – Zum Guten Leben: Gemeinsam leben wir besser gut!

Votrag auf der Veggienale & FairGoods am 18.10.2020 um 17 Uhr

Wie werde ich Botschafter*in des Wandels? Wie gelingt es, im eigenen Umfeld den gemeinsam Wandel der Konsumgewohnheiten anzustoßen? Andrea Steckert gibt hierzu Einblick in zwei spannende Klimaschutzprojekte, ins bundesweite „ClimateCulture-Lab“ und ins Nachbarschaftsprojekt „Hoody Moltkeplatz“, in Hannover List. Kurzvorstellung mit Video- und Fotoimpressionen, sowie Zeit für Rückfragen aus dem Publikum.

Podcast ZUKUNFTSIMPULSE

Hört mal rein.🎧
Im neuen Podcast ZUKUNFTSIMPULSE des Club of Rome spricht Prof. Mojib Latif: „Ein moderner Mensch nutzt den technologischen Fortschritt zum Wohle aller und der Natur.“

Es ist nicht sinnlos wenn jeder einzelne etwas tut. Es ist unsere Verantwortung als Wirtschaftselite. Yes we can!

Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen!

Am 4. September 2020 lud der aha Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover zu einer Buchvorstellung ein:

Ernst Ulrich von Weizsäcker/Anders Wijkman u.a.: Wir sind dran. (Club of Rome: Der große Bericht.)

Ja, wir sind dran. Es war ein beeindruckender Abend.

Der Abend startet mit einer kurzen Vorstellung von Herrn Schwarz über die Arbeit von aha vor dem Hintergrund von Urbanisierung, Klimawandel und Ressourcenknappheit und die zukunftsweisenden Konzepte im Sinne der Kreislaufwirtschaft für unsere Region.

Ernst Ulrich von Weizsäcker übernahm das Mikrofon und erklärte uns die volle Welt. Als rhetorischer Profi führte Herr Weizsäcker mitreißend durch die Themen planetare Grenzen, Biodiversität, philosophische Fehler des Marktdogmas und eine neue Aufklärung. Und wie wir und der Club of Rome wissen, gibt es Grenzen des Wachstums. Immer wieder betont er lautstark: „Das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur ist verloren gegangen.“

Er berichtet stolz von seiner Freundin Greta und empfiehlt die zahlreichen Aktionen junger Menschen am Beispiel der fridays for future Bewegung zu unterstützen. Immer wieder kehrt er zurück zum Bild der vollen Welt und zeigt eindrückliche Abbildungen über den Verlust der Biodiversität. Mensch versus Wildtier, das Verhältnis ist gekippt.

Er fordert eine „tiefgreifende Veränderung in unserem Denken und Handeln“, ein neues Zivilisationsmodell. „Wir müssen anders handeln in einer Natur des Anthropozän, in der die Natur eigentlich schon weitgehend ausgeräubert ist.” Ökologisches Wachstum müsse lukrativ werden, sagt Weizsäcker, der Verbrauch der Natur hingegen teurer.

Fazit: Der Planet ist voll. Wir brauchen Gleichgewichte, ein Ying und Yang zwischen: Mensch und Natur, kurzfristig und langfristig, Geschwindigkeit und Stabilität oder privat und öffentlich. Es gibt Grenzen des Wachstums.

Online-Befragung der Wohnungswirtschaft

Schnell noch mitmachen: Bis zum 15. September 2020 besteht die Möglichkeit, an der großen Online-Befragung der Wohnungswirtschaft teilzunehmen.

Durch die Befragung gewinnen wir zusammen für Sie mit dem Fachmagazin Wohnungswirtschaft heute und den Kollegen von stolp+friends wertvolle neue Erkenntnisse für Wohnungsunternehmen.

Alle Teilnehmenden erhalten gratis eine detaillierte Auswertung der Befragung und können zu attraktiven Konditionen einen individuellen Vortrag buchen. Zudem erhalten die ersten zehn Teilnehmenden kostenlos eine Mieterbefragung durch das Pestel-Institut.

Hier geht es zum ersten Teil der Online-Befragung:

https://pestelinstitut.limequery.com/199584?lang=de

Wir Deutschen meckern dauernd, warum?

Sollte diese Pandemie nicht positive Folgen für unsere Umwelt und unser persönliches Glück haben? Warum meckern wir Deutschen dauernd? Überall saure Gesichter.

Sind Reichtum, Ansehen und Macht im Lichte der Corona-Pandemie nicht nutzlos. Sollten nicht Gesundheit, Sicherheit und Glück unser Leben bestimmen?
Eine glückliche Person, so die Wissenschaftler, erfreut sich positiver Gefühle, erfährt seltener negative Gefühle und verfolgt sinnvolle Lebensziele. Das sei bei allen Menschen auf der ganzen Welt gleich.
Das Pestel Institut wünscht sich einen gesellschaftlichen Aufbruch. Sicher kehrt ein Großteil der Gesellschaft wieder zurück zu ihrem Leben vor der Corona-Krise, aber die Anzahl der Menschen, die ihr Leben künftig nicht mehr so weiterführen wollen wie bisher, ist gewachsen.
Der Hirnforscher Gerald Hüther beschreibt Glück als einen Zustand, in dem im Gehirn alles optimal zusammenpasst. Lernen wir unsere doch unser Leben und unsere Umwelt wert zu schätzen und sie zusammenpassen zu lassen!

Beißen wir doch sinnlich in eine Zitrone und lächeln mehr!